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Anarchokapitalist Jeff Berwick, der “Dollar Vigilante”, hatte 2013 Bitcoin zur Investition empfohlen, als ein Bitcoin gerade mal drei Dollar wert war. Heute ist ein Bitcoin etwa 38.000 Dollar wert. Jetzt empfiehlt Berwick Equilibria, eine weitere Kryptowährung, die momentan gerade mal ca. 60 US-Cents wert ist.

Den neuen Krypto-Tipp versendete Berwick bisher nur in seinem Newsletter, den dieser Autor abonniert hat (die kostenlose Version). Der libertäre Kanadier, der seit über zehn Jahren in Mexiko lebt und Kanada als “faschistisch-kommunistisches Shithole” bezeichnet, thematisiert in seinen Newslettern und Videos nicht nur Krypto-Währungen, sondern auch politische Ereignisse wie Corona-Krise und Ukraine-Krieg und gibt zudem Hinweise zur Vorbereitung auf kommende Krisen.

Dass Berwicks Bitcoin-Tipp im Jahr 2013 jeden, der damals nur 100 Euro in Bitcoin investiert hätte, zum Millionär gemacht hätte, heißt natürlich nicht, dass Equilibria wieder so ein Hit wird. Aber es gibt ein paar Anhaltspunkte, dass diese Coin erfolgreich werden könnte (dieser Autor hat sich deswegen ein paar wenige gekauft, was aber keine Empfehlung darstellen soll).

Sie hat mehr mit Ethereum als mit Bitcoin gemein und ermöglicht sogenannte Smart Contracts. Auf der Webseite des Projekts findet man mehr dazu. Ethereum ist jedenfalls ein sehr erfolgreiches Blockchain-Projekt geworden, ein Ether ist momentan ca. 2800 US-Dollar wert.

Das Problem mit Ethereum ist, dass Transaktionen in der Blockchain für Außenstehende nachvollziehbar sein können, wie bei Bitcoin auch. Equilibria (wie auch die Smart Contract Coin Dero) wirbt dagegen damit, dass die Privatsphäre der Vertragspartner gewahrt werde und die Transaktionen für Dritte nicht einsehbar seien.

In Zeiten, in denen die kanadische faschistische Regierung Unterstützern des Trucker-Freedom-Convoy Bankkonten und Bitcoin-Adressen sperrt und auch russische Bitcoin-Adressen Sanktionen unterliegen, wird die Privatsphäre für viele Bürger und Dissidenten immer wichtiger.

Das hat auch zum Erfolg von sogenannten Privacy-Coins wie Pirate Chain und vor allem Monero beigetragen. Insbesondere letzere hat sich als Privacy-Alternative zu Bitcoin etabliert (ein Monero ist momentan über 200 Dollar wert), während Pirate Chain eine neuere Alternative ist.

Diese ist noch nicht so bekannt, wirbt aber damit, einen Code zu haben, der noch sicherer die Privatsphäre schützt als Monero; nach Eigenangaben ist es “die anonymste Krypto-Währung”. Der Dollar Vigilante empfiehlt beide – Pirate Chain war sein vorhergehender Krypto-Tipp. Letztere Coin dümpelt momentan aber bei etwas über 1,20 US-Dollar, obwohl sie kurz nach Berwicks Tipp bis auf 16 US-Dollar anstieg.

Das aktuelle Video von Jeff Berwick, der “Dollar Vigilante”

 

Dennoch ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Krypto-Währungen sehr volatil sind, also sehr stark steigen, aber auch sehr stark fallen können, theoretisch bis auf den Wert 0. Wobei in der Geschichte bisher auch alle den aktuellen Währungen vorausgehenden Papiergeldwährungen irgendwann wertlos wurden und in der Hyperinflation endeten.

So kostete beispielsweise 1923 ein Brot 109 Milliarden Reichsmark. Insofern haben die sogenannten Fiat-Währungen, die von den Banken aus dem Nichts geschaffen werden (fiat ist lateinisch für “es geschehe” – wie bei der Zauberei) und weder durch Gold noch sonst etwas gedeckt sind, keinen Vorteil gegenüber den Krypto-Währungen.

Im Gegenteil spricht für die letzteren, dass sie im Gegensatz zu den Papierwährungen nicht unbegrenzt und beliebig von den Banken oder Staaten gedruckt und vermehrt werden können. Sie sind also sogar weniger inflationierbar, denn ihre Vermehrung unterliegt dem festgelegten, veröffentlichten Algorithmus, der nicht beliebig veränderbar ist. Bei Bitcoin besteht beispielsweise eine Begrenzung auf maximal 21 Millionen Coins insgesamt weltweit – mehr Bitcoin können nicht kreiert werden.

Trotzdem ist eine Investition in Krypto-Währungen hochriskant, vor allem bei kleineren Coins mit geringer Marktkapitalisierung wie Equilibria. Ihr Kurs unterliegt allein Angebot und Nachfrage, die theoretisch plötzlich 0 sein kann. Das könnte beispielsweise bei einem weltweiten länger andauernden Stromausfall passieren, denn ohne Internet keine Krypto-Währungen.

Man sollte in diese Währungen daher nur investieren, was man als Verlust verschmerzen kann. Wobei das im Angesicht der aktuellen Inflationsraten auch immer mehr für Fiat-Papierwährungen gilt. Wer sein Vermögen am sichersten schützen will, sollte wahrscheinlich am ehesten in Gold investieren.

Wer dennoch angesichts hoher Gewinnchancen das hohe Risiko eingehen will, in Equilibria zu investieren, kann das bisher nur auf der Handelsplattform TradeOgre tun. Diese wird aber anonym betrieben, was ein eigenes Risiko darstellt. Theoretisch könnten die Betreiber die Plattform plötzlich schließen und mit den Coins der Kunden durchbrennen. Bisher allerdings ist das Feedback im Netz gut und die Betreiber scheinen seriös zu agieren. Dennoch sollte man seine Coins dort nicht langfristig lagern, sondern sie in einem eigenen Wallet verwalten.

Wer allerdings durch diesen Artikel zum ersten Mal mit dem Thema Krypto-Währungen in Berührung kommt, sollte wohl lieber ganz die Finger davon lassen, da solche kleinen, neuen Coins, die bisher noch nicht mal bei bewährten Plattformen gehandelt werden, besonders riskant sind. Und generell sollte man Equilibria wahrscheinlich erst mal nicht mehr kaufen, wenn die Coin bis zum eigenen Kauf schon stark angestiegen ist. Wenn überhaupt, dann erst mal auf einen Rücksetzer warten.

Wer in die Welt der Cryptocoins hereinschnuppern will, sollte sich erst mal allgemein mit dem Thema und mit Bitcoins, sozusagen der Goldstandard unter den Krypto-Währungen, beschäftigen und sich dann zum Beispiel bei bekannten Handelsplattformen wie Bitcoin.de anmelden. Dazu gibt es zahlreiche Webseiten im Internet.

Und nochmal sei gesagt: nur investieren, was man als Verlust verschmerzen kann. Auch dieser Autor möchte deswegen nicht so viel in Krypto-Währungen investieren, auch wenn es eine schöne Vorstellung wäre, wenn man dadurch die Bankster entmachten könnte. Berwick unterstreicht immer wieder, dass das die Lösung für fast alle Probleme wäre, da die Machtelite nur durch das inflationäre Fiat-Geld ihre Macht erhalte. Würde jeder nur private, dezentrale Krypto-Währungen ohne Einbeziehung von Banken verwenden, würde das Establishment sein primäres Machtmittel verlieren, so die Logik.

Berwick hat übrigens angekündigt, dass er Equilibria in seinem nächsten Video vorstellen wird, was nach seinen eigenen Angaben wahrscheinlich auch den Kurs ansteigen lassen wird. Die humorvollen Videos des Dollar Vigilante, der natürlich auf Youtube und Twitter gesperrt ist (es bleibt abzuwarten, ob sich das unter Elon Musk ändert), sind aber selbst dann sehenswert, wenn man sich nicht für Krypto-Währungen interessiert, da er die meisten relevanten weltpolitischen Geschehnisse thematisiert. Ein Muss für jeden Truther, der Englisch kann.

Bild oben: Jeff Berwick in seinem aktuellen Video (Odysee-Bildschirmfoto)


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