Gestern ist meine Webseite über fünf Stunden lang von meinem Webhoster Hostinger suspendiert und offline genommen worden. Der angegebene Grund: Truthnews.de diene zur Verbreitung von Fehlinformationen und sei eine „Anti-Covid-19-Vakzin-Fakenews-Website“. Beweise für diese Anschuldigung, die auf einer Denunziation basierte, wurden keine geliefert. Der oder die Denunzianten sind offenbar Neo-Nazis, die nur positive Propaganda zu dem Menschheitsversuch mit experimentellen Corona-Impfstoffen im Stil des Nazi-Arztes Josef Mengele wünschen.

Ok, Karen.

 

Ich solle erst „die Inhalte, die Nutzer fehlinformieren“ entfernen, bevor meine Website wieder freigeschaltet werde, schrieb mir so eine Karen. Welche das überhaupt sein sollen, sagte die Hostinger-Mitarbeiterin nicht. Ich legte per E-Mail Beschwerde ein und schrieb:

„Haben Sie Beweise für Ihre Verschwörungstheorie, dass ich Fake News gepostet habe? Ihre Nachricht ist Fake News.

Diese Zensur ist die gleiche Methode, die Faschisten, Nazis und Kommunisten anwenden. Die Menschen, die zensieren, waren nie die Guten in der gesamten Geschichte der Menschheit.

Die wesentlichen Punkte meiner Veröffentlichungen werden durch Fakten belegt, die durch die eigenen Dokumente der Regierung, die eigenen Websites der Regierung und die eigenen Dokumente des Impfstoffherstellers sowie die in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichten wissenschaftlichen Studien bestätigt werden. Jeder kann es nachschlagen und selbst sehen.

Es gibt also keine zu entfernenden Inhalte, die Benutzer falsch informieren (im Gegensatz zu dem, was im Fernsehen kommt).“

Folgende Antwort bekam ich zurück:

„Ich verstehe, dass wir alle eine Meinung zu verschiedenen Aspekten des Lebens haben können. Wir haben jedoch die Berichte erhalten, aus denen hervorgeht, dass Ihre .de-Website nicht den Standardbestimmungen des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz in Deutschland entspricht. Hier ist, was der Bericht sagt:

Hier in Deutschland müssen Sie einen rechtlichen Hinweis oder in Deutschland „Impressum“ angeben, der auf einer Website deutlich sichtbar ist, wenn Sie Eigentümer einer Website sind. Dieser rechtliche Hinweis muss den Namen des Website-Eigentümers, eine Adresse, eine gültige E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer enthalten. Hier ist der Link https://www.bmjv.de/DE/Verbraucherportal/DigitalesTelekommunikation/Impressumspflicht/Impressumspflicht_node.html

Ich schrieb zurück:

„Erstens haben Sie nicht das Recht zu entscheiden, was die Wahrheit über die medizinischen Nachrichten ist, die auf meiner Website veröffentlicht werden. Egal, wer welcher Meinung ist. Das ist lächerlich.

Zweitens haben Sie nicht das Recht, deutsches Recht auf meiner Website durchzusetzen. Vielleicht sind es Neuigkeiten für Sie, aber wir sind nicht in Deutschland. (…) Das deutsche Nazi-Recht gilt hier nicht. [Anm.: Ich bin vor Jahren ausgewandert und Hostinger hat seinen Sitz in Zypern.]

(…)

Freuen Sie sich auf neue Bewertungen auf jeder Hostinger-Bewertungswebsite des gesamten Internets, die ich finden kann.“

Ich kann und werde auch die Adresse meines Zuhauses nicht veröffentlichen, da es nicht zumutbar ist, dass dann die rotlackierten Neo-Nazis von der sogenannten „Antifa“ (möglicherweise die Denunzianten) bei mir auftauchen, um mir ihre „schlagkräftigen Argumente“ (andere haben sie ja nicht) zu geben. Die heutigen Neo-Nazis sind genauso wie die traditionellen Nazis nämlich in Wahrheit links und nicht rechts, wie der berühmte Historiker und FAZ-Herausgeber Joachim Fest feststellte.

Lustig ist auch, dass Hostinger von mir forderte, meine Telefonnummer auf meiner Webseite zu veröffentlichen, obwohl auf hostinger.com keine Telefonnummer unter der Kontaktadresse angegeben ist.

Daraufhin gab mir eine Mitarbeiterin eine E-Mail-Adresse der Compliance-Abteilung von Hostinger, an die ich mich wenden solle. Die würden mir weiterhelfen.

Also leitete ich die bisherigen E-Mails dahin weiter und schrieb, dass ich darauf warte, dass mein Konto und die Website „sofort“ freigeschaltet werden oder ich ansonsten zumindest anteilig das Geld zurückerstattet bekomme für den Rest des Vertragszeitraums. Dieser läuft noch bis August 2022. Die Mitarbeiterin, mit der ich in den obigen E-Mails Kontakt hatte, hatte sich nämlich sogar geweigert, diesen Betrag zurückzuerstatten. Also Geld für eine Leistung einzustreichen und diese dann einfach zu verweigern ohne Rückerstattung fand sie völlig in Ordnung.

Etwa 45 Minuten später bekam ich immerhin die Nachricht der Compliance-Abteilung, dass die Suspendierung meiner Website aufgehoben sei.

Allerdings fände ich auch eine Entschuldigung angebracht.

Durch temporäre Zensur 70% Leser weniger

Immerhin war meine Webseite ungerechtfertigt über fünf Stunden offline, wodurch ich viel weniger Leser hatte. In den letzten Tagen hatte ich immer circa 10.000 Leser pro Tag, gestern nur etwa 3.000. Manch einer, der zum ersten Mal auf eine Webseite geht und sie offline vorfindet, kommt nie mehr zurück.

Ganz zu schweigen von Zeit und Geld, die mich das gekostet hat. Ich hatte auch schon mit meiner Rechtsversicherung Kontakt aufgenommen.

Politiker fordern Verbot angeblicher Fehlinformationen zu Corona

Die Zensur geht Politikern aber nicht weit genug. In Deutschland und in vielen anderen Ländern sind Bestrebungen im Gang, angebliche Corona-Fehlinformationen zu verbieten. Und was die Wahrheit ist, bestimmen (häufig korrupte) Politiker und Beamte – also „der Staat“. Das Wahrheitsministerium aus George Orwells Roman „1984“  (eher eine Dokumentation) wird so Realität.

Wenn Regierung und Staat (und die Partei, die immer Recht hat) im alleinigen Besitz der Wahrheit sind, eine sowieso groteske Vorstellung, wie kommt es dann, dass sie sich selbst widersprechen? Mal eins von unzähligen Beispielen:

Der wissenschaftliche Regierungsberater Christian Drosten hatte im Januar 2020 in einem TV-Interview zu Corona gesagt: „Mit der Maske hält man das Virus nicht auf.“

Christian Drosten im Januar 2020 im TV-Interview zu Corona: „Mit der Maske hält man das Virus nicht auf.“

 

Heute sagt er bekanntlich das Gegenteil. Müsste Drosten jetzt also bestraft werden für seine Aussage von damals?

Aber wenn jemand wirklich mal wegen einer Aussage zu Masken auf seiner Webseite vor Gericht landet, wird jemand wie Drosten Gutachter im Prozess sein, ob man Fehlinformationen verbreitet hat. Es ist grotesk.

Das alles zeigt, dass man keinem Menschen, keiner Regierung und keinem Gericht die Macht geben darf, über die Wahrheit zu entscheiden und entsprechende Zensur auszuüben.

Selbst wenn man eine wohlwollende, gute Regierung hätte: Diese könnte abgewählt werden und durch jemand wie Hitler ersetzt werden, der demokratisch an die Macht kam und dann willfährige Richter berufen hat. Diese entschieden damals auch, was die Wahrheit ist und brachten Andersdenkende ins Gefängnis.

In Ungarn ist „Wahrheitsministerium“ etabliert

Und in Ungarn existiert das Wahrheitsministerium schon. T3n berichtet:

Wer in Ungarn jetzt öffentlich etwas über das Coronavirus schreibt, muss auf der Hut sein: Seit Anfang der Woche gilt dort ein Notstandsgesetz – Regierungschef Viktor Orbán regiert dort jetzt per Dekret. Die „Verbreitung von Falschnachrichten“ kann dort mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Das Problem dabei: Covid-19 ist ein neues Phänomen – welche Warnung auf Social Media falsch oder richtig ist, ist oft erst Wochen oder Monate später feststellbar. In anderen Worten – wer in Ungarn etwas über Corona schreibt, was Orbán nicht passt, kann für Jahre ins Gefängnis gesteckt werden.

Website abgeschaltet ohne Vorwarnung

Inakzeptabel war in meinem Fall auch die Vorgehensweise, die Webseite und den Account ohne Vorwarnung abzuschalten, von einer Sekunde auf die andere. So konnte ich auch kein Backup mehr anfertigen. Meiner Bitte um ein Backup  während dem Blackout wurde nicht entsprochen.

Ich würde Hostinger also momentan nicht empfehlen. Und das deutsche Regime und ihre Nazi-Denunzianten kann ich auch nicht empfehlen. Genauso wenig wie jeden, der Regime-Anweisungen blind befolgt, nur weil sie erteilt werden. Die Befehlsempfänger haben nämlich das Dritte Reich und die sozialistische Diktatur in Ostdeutschland erst ermöglicht.

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Die gute Nachricht ist also, dass es Erfolg haben kann, wenn man sich gegen Ungerechtigkeit wehrt – mein Protest hat Erfolg gehabt. Wahrscheinlich weil ich dafür gebetet hatte.

Die schlechte Nachricht ist, dass der Vorfall deutlich gemacht hat: Die Handlanger des Wahrheitsministeriums können dafür sorgen, dass eine journalistische Webseite plötzlich willkürlich zensiert und vom Netz genommen wird. (Vielleicht wurden sie durch meinen letzten Artikel zu Covid-21 getriggert.)

Jeder Leser sollte sich deswegen für das E-Mail-Abo anmelden (ganz unten auf der Website oder über das Pop-up-Fenster), damit ich zur Not eine Mitteilung verschicken kann, wo TRUTHNEWS zu finden ist und was los ist.

Bild oben: „Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.“ – George Orwell.

(Cassowary Colorizations, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)



3 Gedanken zu „Orwells „Wahrheitsministerium“ versuchte, TRUTHNEWS zu zensieren“
  1. Ich hatte und habe eine private Webseite und konnte schon so einige Anbieter freiwillig oder gezwungener Maßen wieder verlassen. Das lag auch daran aber nicht nur, dass ich vornehmlich kostenlose Versionen gewählt hatte. Daher glaube ich zu wissen, dass wohl User dazu neigen, auf normale Mitteilungen eher nicht zu reagieren. So scheint mir die Methode des Abschaltens erklärbar, wenn auch nicht entschuldbar zu sein. Zurzeit habe ich meine Webseite und Fotogallerien bei einem Hoster auf einerm 1GB-Webspace kostenlos gelagert und bin damit seit geraumer Zeit sehr zufrieden: https://expatsforum.lima-city.de/expat.php
    Lima-city und sein Service ist einfach Spitze.

  2. Ich hatte in meiner Anfangszeit auch öfter Probleme mit Webhosts in der EU, weil ich keine Lust hatte ungefragt Besuch zu bekommen und habe mich dann für einen Host entschieden, der sich stark für die Freiheit im Internet einsetzt, einen Support bietet, der auch schnell mal die ganze Webseite (kostenlos) umzieht, ein Full-Service WordPress Paket anbietet, das mir den ganzen Technikkram abnimmt, und das auch noch zum ca. halben hier üblichen Preis (mal von den unrealistischen Lockangeboten abgesehen).

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